Fehler + Lösungen
Tipps, die bei uns tatsächlich funktioniert haben
Kein Motivationsgeschwafel. Nur Dinge, die einer von uns
wirklich einen Monat lang gemacht hat – und die er danach nicht mehr
weggeworfen hat.
Der Zettel für die Wörter, Auxiliar-Methode
1. Der Zettel an der Kaffeemaschine
Fünf Wörter auf einen Zettel, Zettel an die Maschine, fertig. Die Wörter
wechseln, wenn man sie dreimal täglich gelesen hat. Nicht früher. Lasst euch
Zeit – sonst entsteht nur eine Hektik, und die hilft bekanntlich niemandem.
— von Maria, ungefähr 2 Jahre praktiziert
2. Wörter immer rückwärts abfragen
Decke die linke Spalte ab und versuch, sie zu erraten. Vorwärts (Deutsch→Rückübersetzung)
ist leicht und täuscht dich. Rückwärts ist unangenehm und ehrlich. Genau
deshalb ändern wir es an dieser Stelle um: rückwärts zuerst.
3. Fernsehen mit Untertiteln – aber richtig
Nicht deutsche Untertitel unter englisches Fernsehen (das ist Sprachtraining
fürs Lesen, nicht fürs Ohr). Sondern deutsch unter deutsch. Und nicht 90 Minuten
am Stück – 20 Minuten reichen, danach geht das Ohr in den Sparmodus.
— Lena, Opfer etlicher verlorener Abende
Links, die wir sonst noch empfehlen
Keine Werbepartner, wir verdienen an den drei Adressen nichts – wir benutzen
sie selbst regelmäßig:
- duden.de –
Rechtschreibung und Wortbedeutung. Der letzte Richter in allen Streitfragen
um Groß- und Kleinschreibung.
- Deutsche Welle: Deutsch lernen –
kostenlose Videokurse von A1 bis C1, gut aufgebaut und neben der
Grammatikseite ein angenehm zweiter Espresso-Termin.
- Goethe-Institut: Deutsch üben –
Online-Übungen zu jedem Level. Nüchtern aufgebaut, aber inhaltsreich –
für die Wochen, in denen das eigene Material kurz wird.
Fragen, die häufiger mal kommen
- Muss ich Grammatik lernen, oder reicht Wortschatz? – Beides
zusammen, nur eben langsam. Wortschatz ohne Grammatik wird nach drei Monaten
zum Schrotthaufen, Grammatik ohne Wortschatz ist ein leerer Schrank.
- Wie lange dauert es, bis man „etwas“ kann? – Bei zehn Minuten
pro Tag ungefähr ein Vierteljahr, bis alltägliche Sätze klappen. Wer schneller
will, macht einfach zwei Zehn-Minuten-Blöcke, nicht einen zwanzigminütigen.
- Ich vergesse alles. Bin ich zu alt? – Nein, du bist normal.
Vergessen ist Teil des Prozesses, nicht dessen Beweis fehl am Platz. Wir merken
Exemplare beim dritten oder vierten Anlauf, wirklich immer.
Kleiner Tipp zum Schluss
Sprich mit einer Person, nicht mit einer App. Apps sind gut für die ersten
hundert Wörter, und danach wird es still. Eine echte Kassiererin, ein echtes
„Entschuldigung, wo ist…“ – das ist ein anderes Niveau, und es lohnt sich.